Gemeinden sind der Kitt Österreichs

Gemeinden sind der Kit Österreichs

Harald Köhlmeier (Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbands, Bürgermeister von Hard), Prof. (FH) Dr. Dipl. Psych. Tanja Eiselen (Rektorin der Fachhochschule Vorarlberg), Prof. Helmut Mödlhammer (Präsident des Österreichischen Gemeindebunds), Dr. Gerald Mathis (Geschäftsführer des Instituts für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung), KommR Betriebsökonom Wilfried Hopfner (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg) (v. l.)

„Vorarlbergs Gemeinden sind genauso wie das Land Vorbilder.“ Gemeindebundpräsident Prof. Helmut Mödlhammer streute den heimischen Gemeinden beim Standortgespräch Ende November Rosen. Er zeigte auf, wie sie sich selbst zukunftsfit machen können und betonte zugleich deren Bedeutung: „Die Gemeinden sind die Klebemasse eines gemeinsamen Österreichs.“ Das Standortgespräch wird von den Vorarlberger Raiffeisenbanken, dem Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung (ISK) und den Vorarlberger Nachrichten organisiert. Zahlreiche Bürgermeister, Gemeindevertreter, Landtagsabgeordnete und Interessierte waren bei der Veranstaltung in der Fachhochschule Vorarlberg dabei.

„Die Gemeinden sind uns wichtig“, bekannte KommR Betriebsökonom Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, beim aktuellen Standortgespräch. „Deshalb holen wir mit der Veranstaltungsreihe prominente Persönlichkeiten nach Vorarlberg und bieten Bürgermeistern, Kommunalpolitikern und allen Interessierten eine Plattform, sich untereinander und mit den Experten auszutauschen.“ Mit dem Präsidenten des Österreichischen Gemeindebunds, Helmut Mödlhammer, konnte auch bei dieser Ausgabe des Standortgesprächs ein wichtiger Entscheidungsträger und anerkannter Spezialist für den Abend gewonnen werden. Sein Plädoyer für die Gemeinden des Landes war eindeutig: „Wenn alle Gebietskörper so gut wirtschaften würden wie die Gemeinden, hätten wir wirtschaftlich überhaupt keine Probleme.“ Dabei betonte er jedoch auch, die Ortschaften nicht nur unter ökonomischen Gesichtspunkten zu beurteilen: „Wir haben die Aufgabe, gemeinschaftsbildend zu sein.“ Es gehe um einen Raum, in dem sich die Menschen wohlfühlen, in dem sie beheimatet sind. Lebensqualität ist das entscheidende Stichwort, das besonders auch bei Jungen gefragt sei.

Die Gemeinden sieht Mödlhammer vor großen Herausforderungen: Die Abwanderung aus kleinen Ortschaften auf der einen Seite und der Zuzug in die Zentren auf der anderen, die wachsende Zahl von Aufgaben, der zunehmende Wettbewerb untereinander und gegenüber privaten Unternehmen sind nur einige davon. Auch mit klaren Ansagen an die politischen Verantwortungsträger auf Bundesebene hielt er sich an diesem Abend nicht zurück. Doch gelingt es, die Bürger für das Engagement in ihrer Heimatgemeinde zu begeistern und funktioniert die Zusammenarbeit untereinander, sieht er viele Chancen für die Gemeinden des Landes. Gerade weil „das Interesse an überschaubaren Räumen unglaublich groß“ ist. Seine Zukunftseinschätzung fällt daher entsprechend positiv aus.

Die Bürgermeister von Dornbirn und Feldkirch waren bei dieser Auflage des Standortgesprächs ebenso dabei wie jene von Hard, Wolfurt, Schwarzach, Götzis, Lochau, Bezau, Schwarzenberg, Egg, Sulz, Klaus, Thüringerberg und zahlreiche ihrer Amtskollegen. Den Vorarlberger Raiffeisenbanken ist es gemeinsam mit dem ISK und den VN ganz offensichtlich gelungen, die Veranstaltungsreihe als lebhaftes Forum für den Austausch unter Vorarlbergs Gemeinden zu etablieren.

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