Praxisaufgabe und Vermögensweitergabe

Sie blicken auf ein erfolgreiches Berufsleben zurück und stehen jetzt vor einem neuen Abschnitt in Ihrem Leben. Damit Sie diesen auch in vollen Zügen genießen können, machen Sie sich frühzeitig Gedanken, was alles rund um die Praxisaufgabe zu tun sein und auf Sie zukommen wird.


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Fragen, die sich stellen:

  • Was ist steuerlich zu beachten?
  • Was passiert mit Ihren Mitarbeitern?
  • Welche Verträge sind zu kündigen?
  • Werden die Räumlichkeiten übergeben?

Um diesen neuen Lebensabschnitt unbeschwert zu leben, ist die finanzielle Vorsorge und Absicherung der eigenen Person, aber auch der Familie Voraussetzung. Naturgemäß ist es den Menschen wichtig, die hart erarbeiteten Vermögenswerte zu erhalten und von Generation zu Generation weiterzugegeben.

Ihre Raiffeisenbank freut sich,  Sie in Ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und bei der persönlichen Vorsorgeplanung und Optimierung Ihrer Vermögensweitergabe zu unterstützen.

Was ist bei der Praxisaufgabe steuerlich zu beachten?

Beginnen Sie frühzeitig sich mit der Frage "Was passiert nach der Pensionierung?" zu beschäftigen. So vermeiden Sie nicht nur einen möglichen "Pensionsschock", sondern haben auch steuerlich die Nase vorn.

Nützen Sie bei Betriebsaufgabe eine der drei möglichen Varianten, um Steuern zu sparen (nur möglich, wenn der Betrieb nicht gegen Rente veräußert wurde):

  • Freibetrag: 7.300 Euro
  • Verteilung des Veräußerungsgewinnes auf drei Jahre, wenn die Ordination seit mehr als sieben Jahren bestanden hat.
  • Der halbe Durchschnittssteuersatz für den Übergangsgewinn und den Aufgabegewinn kommt zum Tragen, wenn das 60. Lebensjahr vollendet und die Erwerbstätigkeit eingestellt wurde.

Sprechen Sie so früh wie möglich mit Ihrem Steuerberater! Er berät Sie über die bestmögliche Variante!

Was passiert mit Ihren Mitarbeitern?

  • Eine Möglichkeit ist die Übernahme durch Ihren Nachfolger. In diesem Fall ist das AVRAG (Arbeitsverfassungsrechtsanpassungsgesetz) zu beachten.
  • Findet kein Übergang der Mitarbeiter auf den Nachfolger statt, ist eine rechtzeitige Kündigung unabdingbar. Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit.
  • Ein weiteres wichtiges Thema ist natürlich die Abfertigungszahlung.
    • Einstellung vor dem 01.01.2003 – Mitarbeiter haben Anspruch auf eine Abfertigungszahlung, deren Höhe sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richtet.
    • Einstellung ab dem 01.01.2003 – Ansprüche ausgelagert in Abfertigungsvorsorgekasse – bei  Kündigung fällt nichts mehr an.

Welche Verträge sind zu kündigen?

  • Kündigung der Kassenverträge – Sie können jeweils zum Quartalsende kündigen, allerdings mit einer Kündigungsfrist von einem Monat.
  • Den Nachfolger kann man sich nicht mehr wie früher aussuchen. Es kann der Nächste in der Reihung die Verträge übernehmen. Mit diesem müssen Sie sich auch über einen Preis für Ihre Ordination einigen.
  • Übergabe der Patientenkartei: Für die Kartei ist jetzt Ihr Nachfolger verantwortlich. Er muss sie aufbewahren und trägt dafür die Haftung.
  • Meldung an die Standesvertretung
  • Niederlegung der Berufsberechtigung
  • Kündigung Telefon
  • Kündigung von diversen Versicherungen
  • Mietverträge

Werden die Räumlichkeiten übergeben?

  • Übergabe der Räumlichkeiten an den Nachfolger: Überprüfen Sie – evt. auch mit Hilfe eines Anwalts – den Mietvertrag und die rechtlichen Voraussetzungen.
  • Übernahme der Räumlichkeiten in das Privatvermögen: In diesem Fall können Sie von einem "Steuerzuckerl" profitieren, wenn Sie bei Betriebsaufgabe das 60. Lebensjahr vollendet haben und Ihre Erwerbstätigkeit einstellen.

Finanzielle Vorsorge und Absicherung der eigenen Person, aber auch der Familie, sind seit jeher ein Grundbedürfnis des Menschen. Viele haben sich im Laufe des Lebens einen kleinen oder auch größeren Wohlstand erarbeitet. Den meisten Menschen ist es naturgemäß wichtig, dass diese Vermögenswerte auch für die nachkommenden Generationen erhalten bleiben.

Ihr Raiffeisenberater steht Ihnen bei dem  Thema Vermögensweitergabe gerne als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Individuelle und diskrete Beratung wird bei Ihrer Raiffeisenbank großgeschrieben. Ihr Raiffeisenberater nimmt sich gerne Zeit für Sie und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Vermögensstruktur nach Ihren Wünschen für die Zukunft sowie unter dem Aspekt der Vererbbarkeit am besten gestalten.

Die Bankberatung zur Vermögensweitergabe

  • gibt einen Überblick zum Erbrecht,
  • erörtert die Familiensituation und stellt die gesetzliche Erbfolge dar und
  • berät über Möglichkeiten der Vermögensumschichtung auf Basis Ihrer Wünsche und Ziele für die Zukunft und Ihren Ruhestand (Immobilien und Wohnen, Erfüllung von Kaufwünschen, Geldanlage, Vorsorge und Absicherung)

Die rechtliche Beratung durch einen Notar kann dabei jedoch nicht ersetzt werden.

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